Bürgerinitiative Heimat 2030

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Achtung Terminänderung!!!
Nächstes Treffen:
Dienstag, 16.10.18, 19:30 Uhr
Dachsbräu-Stüberl Nebenzimmer

Kommen Sie vorbei, informieren Sie sich, machen Sie mit!!!



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Der Verkehr muss runter!






Der Verkehr muss runter, denn er schädigt Mensch und Umwelt. – Trotz des herbstlich-kühlen Wetters kamen am 03. Oktober rund 1500 Menschen zur Demo, um diese Forderung zu unterstützen und sich gegen eine Weilheimer Umfahrung einzusetzen. Eine Trommlergruppe in Tracht gab den Takt vor, als sich der endlos lange Protestzug über die B2 bewegte. Viele trugen selbstgestaltete Schilder und Transparente. "In vielen Autos sitzt nur einer, von den Eisbär'n versteht das keiner!" stand dort mit Hinweis auf den Klimawandel zu lesen. Oder: "Tiefgaragenplätze müssen her, denn Parkplatzsuche ist Verkehr!" "Weilheims Lösung liegt wie guter Wein im Keller! - Tunnellösung", stand auf einem anderen Plakat. Auch der Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel und der Radlwege wurden gefordert.

Bei der anschließenden Kundgebung im Maibaumpark drängten sich mindestens ebenso viele Teilnehmer um die zahlreichen Infostände wie um die Essensausgabe.

Bund Naturschutz
Schutzgemeinschaft Weilheimer Moos
Slow Food Pfaffenwinkel
AbL (Aktionskreis bäuerliche Landwirtschaft)
BDM (Bundesverband Deutscher Milchviehhalter)
Pro Bahn
Carsharing-Pfaffenwinkel
Greenpeace Weilheim

Alle diese Organisationen informierten mit Ständen und Redebeiträgen über ihre Anliegen und wie diese durch eine Umfahrung beeinflusst würden: Vom Geld, das nicht in den Ausbau der Bahn investiert wird, über die Lebensmittel, die nicht mehr regional produziert werden können, über die Natur, der immer weniger Raum bleibt bis zum Radverkehr, der auf Entfernungen unter fünf Kilometern dem Auto überlegen ist.

Immer mehr Menschen wird klar, dass eine Umfahrung kaum Verkehrsentlastung für Weilheim bringen kann, sie würde den Verkehr nur verlagern und könnte sogar Verkehr nach Weilheim ziehen und neuen generieren. Dagegen stehen hohe immaterielle Kosten durch Verlust von Natur- und Naherholungsgebieten, landwirtschaftlichen Flächen, Flächen für zukünftige Wohnbebauung und Flächen für Trinkwasser- und Hochwasserschutz, die bei der Trassenentscheidung vermutlich nicht angemessen berücksichtigt werden. Fotos: M. u. S. Wessel


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Erfolgreich beim Stadtradeln 2018

Das Fahrrad ist in der Stadt nicht nur schneller als das Auto, es ist auch leise und emissionsfrei und braucht weniger Platz. Jeder, der seine Besorgungen mit dem Rad erledigt, entlastet die Stadt vom Autoverkehr. 37 % der Autofahrten in Weilheim finden innerhalb der Stadt statt - dreimal soviel wie durch Weilheim hindurch. Deshalb haben wir auch in diesem Jahr wieder ein Stadtradelteam aufgestellt.



Unser Team hat mit 167 aktiven Radlern (+ 52 Radler aus Marnbach / Deutenhausen, die eine Sammelmeldung eingeschickt haben) und 36.882 geradelten Kilometern auch in diesem Jahr wieder zwei Goldmedaillen für das größte Team und die meisten Radlkilometer gewonnen. Dieses Ergebnis zeigt, wie sehr vielen Weilheimern eine lebenswerte Stadt mit grünem Umland am Herzen liegt! Wir radeln dafür auch beinahe einmal um den Erdball...



Einer von uns ist tatsächlich bis zum Nordkap und zurück geradelt: Gregor Stegmann kam mit den ersten 1.632 km seiner Tour in die Wertung und hat damit die meisten Kilometer in unserem Team erradelt. Er nutzte die Preisverleihung, um BfW Stadtrat Tillman Wahlefeld auf seinem weitgereisten T-Shirt die klare Botschaft zu präsentieren: "Nicht im Osten, nicht im Westen, durch den Tunnel ist's am besten!" ...und am allerbesten ist es natürlich mit dem Rad.



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Keine Umfahrung neben Schulneubauten!



Weilheim bekommt eine neue Berufsschule. Als sich die geladenen Gäste am 05.07. 2018 zum feierlichen Spatenstich am Bauplatz einfanden, rollte plötzlich ein Traktor auf die benachbarte Wiese - an der Gabel unser großes Transparent. Wir wollten mit dieser spontanen Aktion auf die geplante Umfahrung hinweisen, die direkt hinter dem neuen Berufsschulgelände verlaufen könnte.

 
Es kann doch nicht sinnvoll sein, unmittelbar hinter einem Schulneubau eine Schnellstraße zu planen. Außer der neuen Berufsschule werden derzeit auch eine Waldorfschule und mehrere Wohngebiete in unmittelbarer Nähe zu einer möglichen Umfahrung geplant und gebaut. Wir vermissen hier (unter anderem) ein sinnvolles Konzept für die Stadtentwicklung.

 
Während im Festzelt Reden gehalten wurden, erhielten wir viel positive Resonanz, auch von Mitgliedern des Stadtrats. Auch der Ehrengast, Ministerpräsident Söder, musste zweimal an uns vorbei. Wir standen nämlich direkt an der Zufahrt (siehe Pfeil).

Ein herzliches Dankeschön an die Bürgerinitiative Marnbach / Deutenhausen für die immer tolle Zusammenarbeit!


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Information der Bürger auf dem Marienplatz



Zusammen mit der Bürgerinitiative Marnbach Deutenhausen und der Schutzgemeinschaft Weilheimer Moos haben wir am Samstag, 9. Juni & 16. Juni, auf dem Marienplatz über die geplante Umfahrung informiert.
 
Für viel Gesprächsstoff sorgte dabei auch das vom Staatlichen Bauamt beauftragte Verkehrsgutachten. Die Zählungen ergaben dabei auf einzelnen Straßen auch einen Rückgang des Verkehrs in den letzten 20 Jahren, zum Beispiel auf der Achse Münchner Straße – Pollinger Straße um 10 – 20 Prozent, der subjektiv aber nicht wahrgenommen wird. Die prognostizierten Entlastungen durch die verschiedenen Umfahrungsvarianten oder einen Tunnel liegen in einer ähnlich geringen Größenordnung (16 % in der Pütrichstraße am Rathausplatz, Ostumfahrung gegenüber Nulllösung). In der Kreisstadt Weilheim überwiegt der Ziel- und Quell- und innerstädtische Verkehr, der von einer Umfahrung aber nicht aufgenommen werden würde.

Eine Zusammenfassung des Gutachtens war am 9. Juni im Weilheimer Tagblatt erschienen: https://www.merkur.de/lokales/weilheim/weilheim-ort29677/weilheim-umfahrung-verkehrsgutachten-im-detail-9942408.html

An unserem Stand herrschte an beiden Tagen reger Andrang, es wurde über Trassenvarianten, Naturzerstörung und die zu erwartende Entlastung diskutiert. Viele waren gezielt gekommen um auf unseren Listen zu unterschreiben. Für alle, die auch öffentlich „Flagge zeigen“ möchten, gab es am Stand Banner, Plakate und Aufkleber.

 
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Briefübergabe an Ministerpräsident Söder




Am Sonntag, 13. Mai, übergaben wir einen Brief an Ministerpräsident Dr. Markus Söder. Am Rande des politischen Abends der CSU auf dem Weilheimer Volksfest, ergab sich dabei auch die Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch. Söder zeigte sich interessiert und versprach, sich unsere Sache anzusehen.

 
In seiner Rede hatte der Ministerpräsident betont, es sei die einzigartige Schönheit der Natur, was Bayern ausmacht. Dies nahmen Beate Modl und Nina Sohnius zum Anlass, Söder direkt auf die Bedrohung der ortsnahen Weilheimer Natur durch den möglichen Bau einer Umfahrung anzusprechen. Sie übergaben unseren Brief, ergänzt durch die Zeitungsberichterstattung der letzten Wochen. In diesem bitten wir, den Ministerpräsidenten baldmöglichst besuchen zu dürfen, um unser Anliegen ausführlicher zu schildern.


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Protest in Ost und West



Gut 500 Menschen waren am 06. Mai am Naturfreundehaus, um mit uns gegen die Planungen für eine Weilheimer Umfahrung zu protestieren. Im Südwesten haben wir den Verlauf der untersuchten Korridore im Gelände markiert und die mögliche Ammer-Querung der ortsfernen Westvariante mit einer "Flatterband-Brücke" verdeutlicht. An unserem Infostand herrschte ständig reger Betrieb: Es wurden Unterschriften geleistet, Plakate und Aufkleber mitgenommen, Banner bestellt, gute Gespräche geführt und wir konnten einige neue Helfer gewinnen.


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Die Straße zeigt ihr Gesicht




Erste Impressionen vom Gögerl: Rund 500 Bürger kamen zu unserer Trassenbegehung um sich zu informieren und für den Erhalt des Gögerls einzusetzen. Auch zahlreiche Stadträte aus fast allen Fraktionen und verschiedene Landtagskanditaten nahmen an unserer Veranstaltung teil...



Was können Sie tun?



Abstecken der Trasse



Am Samstag, 24.03.18, haben wir die Trasse am Gögerl abgesteckt. Das entspricht dem ersten Kilometer der "ortsfernen Ostvariante", der acht am 22.03. vom Straßenbauamt vorgestellten möglichen Korridore. Eine Ostumfahrung wird vom Verkehrsgutachten her derzeit favorisiert. Erst vor Ort wurde uns richtig klar, wie groß so eine Straße tatsächlich ist und wie fatal ihre Auswirkungen auf Natur und Naherholungsgebiete. Bitte machen Sie sich selbst ein Bild und kommen Sie zu unserer Trassenbegehung am 08.04. ab 10:30 Uhr.





Aktueller Stand


Eine Weilheimer Umfahrung, mit dem Trassenentwurf einer Ostumfahrung, befindet sich im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030. Derzeit laufen eingehende Voruntersuchungen und Prüfungen zur Variantenentscheidung. Das Staatliche Bauamt lässt dafür Gutachten zur Bodenbeschaffenheit, zum Naturschutz und Verkehrserhebungen erstellen. Ende 2018 will das Staatliche Bauamt eine Vorzugstrasse bekannt geben, eine Befragung der Bürger oder eine Entscheidung durch die Bürger ist dazu nicht vorgesehen.

Alle Verkehrsuntersuchungen in unserer Stadt zeigen: Die meisten Autos  fahren nicht durch Weilheim durch, sondern fahren nach Weilheim oder  innerhalb Weilheims. Eine Umfahrung ist deshalb keine Lösung für Weilheim,  zerstört aber wertvolle Natur - unwiederbringlich.


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